Wie wird Lernen unterstützt?

Forschungsschwerpunkt Wirtschafts- und Betriebspädagogik

Welche Themen werden erforscht?

Der Arbeitsbereich Wirtschafts- und Betriebspädagogik integriert drei komplementäre Perspektiven der berufsbezogenen Bildungsforschung:

  • Profilbildend sind erstens die international-vergleichende und die historische Berufsbildungsforschung sowie die Bildungs- und Berufsbildungspolitik. Ein spezifisches Interesse gilt dabei den angelsächsischen Berufsbildungssystemen, insbesondere England, Australien und Kanada.
  • Eine zweite Perspektive widmet sich dem schulischen Lernen. Hierzu gehören die Modellierung und Messung ökonomischer Kompetenzen (inkl. Financial literacy), die Lehr-Lern-Forschung und die Erforschung der Übergänge von Lernenden von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf.
  • Auf dem betrieblichen Lernen liegt der dritte Fokus. Dies umfasst die berufsbezogene Weiterbildung, ihre Evaluation und Qualitätssicherung sowie professionelle Kompetenzen des Weiterbildungspersonals.  

Warum ist Konstanz besonders gut darin?

Die Kombination aus (inter-)nationaler Berufsbildungspolitik, schulischem und betrieblichem Lernen deckt ein breites Spektrum der Berufs- und Wirtschaftspädagogik ab und zeichnet sich durch interdisziplinäre theoretische und empirische Zugänge aus.  

Wie ist die Gruppe vernetzt?

Innerhalb der Universität Konstanz existieren systematische Vernetzungen in Form interdisziplinärer Forschungsprojekte (u.a. mit der Ökonomie, Soziologie und Psychologie). Nationale Kooperationspartner sind zentrale Forschungseinrichtungen wie z.B. das Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) in Bonn und das Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn (BiBB). Außerdem kooperieren Mitglieder des Arbeitsbereichs mit Wissenschaftler/innen im In- und Ausland in Einzelprojekten und Projektverbünden. Daneben wurden bis dato drei europäische Projekte (Leonardo; Erasmus plus) eingeworben. Jüngstes Projekt hierbei ist ein Kapazitätsaufbauprojekt zur beruflichen Lehrerbildung in der Ukraine.

Inwiefern sind diese Themen gesellschaftlich relevant?

Die Forschungsaktivitäten geben Antworten auf gesellschaftlich, organisational und individuell relevante Fragen zu Bedingungen und Ergebnissen von Bildungsprozessen: Wie lassen sich effektive Lernarrangements gestalten und wie der Transfer des Gelernten fördern? Welche Kompetenzen bringen jugendliche und erwachsene Lernende mit? Welchen Beitrag leistet das Lehrpersonal zum Lernerfolg? In welche systemischen Strukturen sind diese Lernprozesse eingebettet, und wie sind diese Strukturen entstanden?

Wer forscht innerhalb des Schwerpunkts?

Promovierende: Dorothee Barth, Vera Braun, Matthias Conrad, Joachim Dietrich, Andreas Jüttler, Michael Jüttler, Liane Platz