E-Learning-Kurs
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E-Learning-Kurs “Fraudulent Financial Reporting: Realization, Prevention, and Detection” ist online

Der E-Learning-Kurs bietet Studierenden die Möglichkeit, sich die Lerninhalte ortsunabhängig anzueignen. Der Kurs ist in Zusammenarbeit mit der Alexandru Ioan Cuza Universität in Iasi (Rumänien) entstanden und steht Studierenden beider Universitäten offen.

Obwohl der Gesetzgeber und normsetzende Instanzen in den Bereichen Finanzberichterstattung und Abschlussprüfung bereits vor mehreren Jahren auf die in der Vergangenheit aufgetretene Häufung von Bilanzskandalen reagiert haben, bleiben letztere ein weit verbreitetes und ökonomisch äußerst relevantes Problem. Daher stellt sich erstens die Frage, wie Financial Statement Fraud typischerweise begangen wird: Kenntnisse der traditionellen Rezepte für „Cooking the Books“ können den Adressaten der Finanzberichterstattung helfen, vorliegende Warnsignale zu erkennen und korrekt zu interpretieren. Zweitens ist zu klären, weshalb Financial Statement Fraud oft über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg begangen wird, ehe ein Skandal öffentlich zu Tage tritt: Die Antwort auf diese Frage kann dabei helfen, die Effizienz von unternehmensinternen und –externen Sicherheitsvorkehrungen zu beurteilen und zu verbessern.

Mit dem Beginn des Wintersemesters 2019/20 ist der neue E-Learning Kurs “Fraudulent Financial Reporting: Realization, Prevention, and Detection” gestartet, der sich der oben skizzierten Thematik widmet. Der Kurs stellt ein gemeinsames Lehrprojekt von Prof. Dr. Ulrike Stefani (Universität Konstanz) und Prof. Dr. Bogdan Narcis Fîrţescu sowie Prof. Dr. Mihaela Tofan (beide Alexandru Ioan Cuza Universität Iasi, Rumänien) dar. Zwischen beiden Universitäten besteht eine inzwischen 25-jährige Kooperation, die u.a. durch dieses Lehrprojekt intensiviert werden soll.

Aufgrund des digitalen Formats und der Implementierung in Ilias können Studierende sowohl der Universität Konstanz als auch der Alexandru Ioan Cuza Universität Iasi am E-Learning Kurs teilnehmen. Zunächst arbeiten die Studierenden an konkreten Inhalten, die über Folien, Filme und Dokumente vermittelt werden. Der Arbeitsaufwand pro Woche entspricht dem einer Vorlesung plus Tutorium, wobei die Lernkontrolle wöchentlich über Online-Tests erfolgt. Während des letzten Drittels des Kurses bearbeiten die Studierenden in universitätsübergreifenden Gruppen konkrete Fallbeispiele. Hierbei erstellen sie jeweils eine Ausarbeitung, die sie in einer Präsentation oder in einem Video in Ilias vorstellen. Hieran anschließend gibt jede Gruppe zur Ausarbeitung einer anderen Gruppe Feedback. Anstelle einer Klausur schreiben die Studierenden am Ende des Kurses eine kurze Hausarbeit zu einem individuellen Thema. Der Stoff ist hinreichend komplex und die Deadlines strikt – ein großes Lob geht daher an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses, die diese Challenge äußerst motiviert in Angriff genommen haben!

(Ulrike Stefani)